Das Symposium

14. Internationales Obernkirchener Bildhauer-Symposium: 23. August – 05. September 2027

Vom 23. August bis zum 05. September 2027 verwandelt sich der Kirchplatz in Obernkirchen wieder für zwei Sommerwochen in ein offenes Freiluft-Atelier: Zehn Bildhauerinnen und Bildhauer aus aller Welt schaffen vor den Augen der Besucherinnen und Besucher Skulpturen aus dem weltberühmten Obernkirchener Sandstein.

Veranstaltet wird das Symposium im Dreijahresrhythmus vom gemeinnützigen Verein Kulturfenster Obernkirchen e.V.

🏛️ Ausschreibung 2027

Für internationale Bildhauer/-innen: Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2027. Informieren Sie sich über Teilnahmebedingungen, Honorar und Bewerbungsunterlagen.

🗺️ Skulpturen & Karte

Zahlreiche Skulpturen aus den Symposien seit 1988 prägen den öffentlichen Raum in Obernkirchen und den Ortsteilen. Entdecken Sie die Werke und ihre Geschichten.

☕ Besuch am Kirchplatz

Zuschauen, mitdiskutieren, Kunst begreifen: Das Symposium ist bei freiem Eintritt für alle Generationen geöffnet – mit Künstlercafé im historischen Trafohaus.

Zeitraum 202723.08. – 05.09.2027
OrtKirchplatz 5, 31683 Obernkirchen
EintrittFrei (Offenes Freiluft-Atelier)
Bewerbungsschluss15. Januar 2027 (Poststempel)
Bildhauerin bei der Arbeit am Obernkirchener Sandstein vor dem Museum – Foto: Archiv IOBS
Foto: Archiv IOBS · 12. Internationales Obernkirchener Bildhauer-Symposium auf dem Kirchplatz

Kunst zum BeGreifen – mitten in Obernkirchen

Das Internationale Obernkirchener Bildhauer-Symposium (IOBS) präsentiert Künstler zum Ansprechen, die Werke zum BeGreifen schaffen: Anfassen ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Zu unseren künstlerischen Gästen zählen Abstrakte und Figürliche, Verkopfte und Spontane, Handwerker und Technikfreaks, Studierte und Autodidakten, Quasselköppe und Schweigsame, Fixe und Langsame, Europäer, Asiaten und Afrikaner.

Bei seiner Premiere 1988 mag das Obernkirchener Symposium ein Geheimtipp gewesen sein – inzwischen hat es seinen festen Termin im Kalender der internationalen Bildhauer-Szene erobert. Die Wertschätzung hat längst auch Obernkirchen und die Region erfasst: Schon beim 8. Symposium (2009) schauten den Künstlern mehr als 30.000 Besucher über die Schultern.

Der Obernkirchener Sandstein

Er entstammt den historischen Steinbrüchen auf dem Bückeberg und bietet ein unvergleichliches Material, das den Teilnehmenden vom IOBS zur Verfügung gestellt wird. Wenn er den hellen, feinkörnigen Stein bearbeiten darf, geht für manchen Bildhauer ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Der Bückeberg-Sandstein prägt seit Jahrhunderten Bauwerke von Weltrang – vom Kölner Dom bis zum Bremer Rathaus.

Bildhauer Tutani Mgabazi im Sandsteinbruch am Bückeberg – Foto: Archiv IOBS
Bildhauer Tutani Mgabazi (Simbabwe) bei der Steinauswahl im Sandsteinbruch am Bückeberg · Foto: Archiv IOBS
Traditionelle Bildhauerwerkzeuge im Sandsteinhalter – Foto: Archiv IOBS
Handwerk & Haptik: Traditionelle Steinmetzwerkzeuge vor Ort · Foto: Archiv IOBS

Die Werkzeuge und das Handwerk

Knüpfel, Fäustel, Spitzeisen, Schlageisen, Zahn- und Riffelmeißel: Neben moderner Drucklufttechnik greifen viele Künstler/-innen bewusst zu den jahrhundertealten Werkzeugen der Steinmetze. Besucherinnen und Besucher können jeden Arbeitsschritt aus nächster Nähe mitverfolgen – vom ersten groben Spalten des tonnenschweren Rohblocks bis zur feinen Ausarbeitung der Oberflächentexturen.

Die Atmosphäre am Kirchplatz

Das wechselnde Licht auf dem Platz, der die meiste Zeit des Tages der Sonne zugeneigt ist, umgeben von der beeindruckenden Stiftskirche auf der einen und historischen Gebäuden auf den anderen Seiten, ermöglicht Geistesblitze wie kein noch so schönes Atelier.

Geborgen in diesem Ensemble schauen sich die Künstler gegenseitig bei der Arbeit zu, lernen voneinander – und diskutieren und singen miteinander. Besucher dürfen sich einmischen oder einfach still in der Abendsonne vor dem kleinen Künstlercafé sitzen, das man in Obernkirchen als „Trafohaus“ kennt. Boheme in Obernkirchen – ganz ohne Remmidemmi.

Bildhauer im Dialog auf dem Kirchplatz – Foto: Archiv IOBS
Offenheit und Begegnung: Dialog auf dem sonnigen Kirchplatz · Foto: Archiv IOBS

Der Skulpturenweg: Kunst im öffentlichen Raum

Was 1988 mit einer Handvoll engagierter Steinmetze begann, hat Obernkirchen in eine lebendige Skulpturenstadt verwandelt: Zahlreiche Werke aus den Symposien seit 1988 säumen Plätze, Parks, Wanderwege und öffentliche Gebäude in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen Gelldorf, Krainhagen, Röhrkasten und Vehlen.

Die Werke erzählen Geschichten von regionaler Identität, Bergbau, Glasmachertradition und internationalen Perspektiven. Eine interaktive Web-Karte und detaillierte Werkbeschreibungen aller Bildhauerinnen und Bildhauer stehen für Ihren nächsten Kunstspaziergang bereit.

Bewerbung für das 14. Symposium 2027

Für das 14. Internationale Obernkirchener Bildhauer-Symposium vom 23. August bis zum 05. September 2027 werden bis zu 10 Künstlerinnen und Künstler ausgewählt. Den Teilnehmenden wird je ein ca. 1 m³ großer Obernkirchener Sandsteinblock zur Verfügung gestellt. Das Honorar beträgt 1.000 €; Unterkunft, Verpflegung sowie Reise- und Materialkosten werden übernommen.

Bewerbungsschluss: 15. Januar 2027 (Datum des Poststempels). Die offiziellen Ausschreibungsunterlagen und Bewerbungsformulare (Deutsch und Englisch) werden in Kürze hier zum Download bereitgestellt.

Fühlen Sie sich zum 14. Internationalen Obernkirchener Bildhauer-Symposium herzlich eingeladen!

Zeichnung der Bildhauer auf dem Kirchplatz – Zeichnung: Mette Mark Larsen
Zeichnung: Mette Mark Larsen (Symposium 2018)

Bildnachweise: Fotografien aus dem Archiv des Internationalen Obernkirchener Bildhauer-Symposiums / Kulturfenster Obernkirchen e.V. Künstlerische Zeichnung: Mette Mark Larsen (Symposium 2018). Alle Rechte vorbehalten.